INTEGRATIVE TANZTHERAPIE

Schon seit Urzeiten erlebten Menschen das Tanzen als Ausdrucksmittel und Form der Kommunikation. Der Tanz diente der Angstbewältigung und Bewältigung von Krisen und Krankheiten. Gleichzeitig wurden auch alle freudvollen Anlässe, wie Geburt, Hochzeit, Erntezeit etc. im Tanz gefeiert und gestaltet.

Tanztherapie ist eine psycho- und körpertherapeutische Methode, die in den vierziger Jahren des 20.Jahrhunderts in den USA entstanden ist. Sie entwickelte sich dort unter dem Einfluss von Tänzerinnen, die zum großen Teil in Europa bei Mary Wigman studiert hatten. Die tanztherapeutischen Ansätze verbinden das psychologisch-psychotherapeutische Wissen (u.a. von S. Freud, C. G. Jung, F. Pearls) mit dem Wissen um die heilsamen Funktionen von Tanz.

In der Tanztherapie spielen das Leiberleben und der leibliche Ausdruck eine fundamentale Rolle. Der schöpferische Ausdruck des Menschen wurzelt in sinnlich-leiblichen Eindrücken, denn über die Sinne wird seine Welt nicht nur sinnlich wahrgenommen, sondern auch als sinnhaft und sinnvoll erlebt und erfahren.

Die Integrative Tanztherapie ist eine phänomenologisch-hermeneutisch und tiefenpsychologisch fundierte und klinisch ausgerichtete Methode. In der therapeutischen Arbeit geht es um eine spezifische Verbindung von Sprache und Tanz, von tänzerischer Bewegung und verbaler Verarbeitung, die sich an den Möglichkeiten und Bedürfnissen der Klientinnen und Klienten, bzw. Gruppen ausrichtet. Die Tanztherapie wird bereits in den Bereichen Prävention und Rehabilitation, in Heimen, psychosomatischen und psychiatrischen Kliniken und freien Praxen erfolgreich eingesetzt. Tanztherapeutinnen arbeiten u.a. mit Kindern, Erwachsenen, alten Menschen, Behinderten und neurotisch Erkrankten.

Die Integrative Tanztherapie, die u.a. von Elke Willke und Heidrun Waidelich im Rahmen der DGT (Deutsche Gesellschaft für Tanztherapie) und des Fritz Perls Institutes entwickelt wurde, baut auf der Integrativen Therapie auf, wie sie an der EAG (Europäische Akademie für psychosoziale Gesundheit ) erforscht und vermittelt wird. Die “Integrative Tanztherapie” hat dabei folgenden Ansatz :

“Integrative Tanztherapie ist eine Methode der Behandlung somatischer, seelischer, psychosomatischer und sozialer Probleme und Erkrankungen durch die Wahrnehmungs-, Bewegungs-, Ausdrucks- und Interaktionsmöglichkeiten, die der Tanz als fundamentales Phänomen menschlicher Kultur Ausdrucksmöglichkeit des Unbewussten, die Symbolisierungen Formen der Bewegung, ihre sprachliche Reflexion, das Ineinander von kreativen, leiblich-konkreten Gestaltung und Improvisation erlebniszentrierte und konfliktzentrierte Arbeitsformen Chancen der Heilung, der Persönlichkeitsentwicklung und des konfliktlösenden sozialen Miteinanders.” (H. Petzold / E. Willke, 1993)

Regelmäßig habe  ich in der Zusammenarbeit mit der Tanztherapeutin Frau Prof. Dr. phil. Martina Peter- Bolaender, Seminare und Workshops in Deutschland und Österreich angeboten (von 1996-2015).

Folgende Themen finden turnusmäßig statt:
„Männlich-weiblich im Tanz“
„Lusttanz – getanzte Lust“
„Sinn – Suche –Sinnlichkeit im Tanz“
„Tanz-Rituale und Krisenbewältigung“
„Tanz des Eros“

Bei Interesse können Termine angefragt werden:
Martina Peter - Bolaender

Prof. Dr.phil., Tanztherapeutin (DGT/FPI)
Professorin für Bewegung und
Tanz an der Hochschule für Musik
und Darstellende Kunst Frankfurt  (1990-2017)